Birke, M. : 4,5
Ein äußerst undankbares Spiel für den Keeper der PSG. Er hatte kaum Gelegenheiten, sich bei Fernschüssen auszuzeichnen. Er wurde hauptsächlich durch frei auf ihn zulaufende Bildung-Spieler gefordert. So trug er sicher an keinem der Gegentreffer die Hauptschuld. Dennoch war es auffällig, wie leicht die Torschützen selbst aus spitzeren Winkeln den Ball einschieben konnten. An guten Tagen kann er sicher den ein oder anderen parieren. Beim Herauslaufen agierte er immerhin um einiges sicherer und konsequenter, als Benjamin Anker im letzten Spiel. Er versuchte ansonsten auch verbal, Ordnung ins Spiel zu bringen. Sein unrühmlicher Abgang nach Schlusspfiff ging zusätzlich noch in die Benotung ein.
Otte, N. : 1,5
Was für ein Bomben-Spiel des Manndeckers! Er arbeitete von der ersten bis zur letzten Minute hochkonzentriert und biss sich in zahlreiche Zweikämpfe, die er nahezu alle fair für sich entschied. In der ersten Hälfte versuchte er sich sogar kurzzeitig als Flügelstürmer, wenn er hinten unterfordert war. Besser kann man als Verteidiger kaum spielen. Leider verhindert der strittige Elfmeter zum 3:3 eine glatte eins.
Reinecke, K. : 1,5
Der Spielertrainer der PSG musste heute wieder selbst mit Hand anlegen, da Stammverteidiger Marvin Wilke im Urlaub ist. Der „alte Mann“ ließ sich aber von seinen jungen Spielern nichts vormachen und zeigte besonders in Hälfte eins eine überragende Partie. Er organisierte die Abwehr extrem lautstark, auch wenn eine Abseitsfalle nicht das geeignete Mittel gegen Bildung war. Klaus Reinecke setzte zu unheimlich vielen, wichtigen und sauberen Grätschen an und gewann zahlreiche Bälle. Sein Steilpass zum 1:2 auf Assad Omar unterstrich seine hervorragende Form. In der zweiten Hälfte ließ er es dann Fitness-bedingt etwas ruhiger angehen. Dennoch stand er bis auf einen unnötigen Ballverlust hinten weiter sicher.
Brüge, J. : 3,5
Eigentlich hatte er seinen Gegenspieler, aller Unsportlichkeiten zum Trotz, gut im Griff und zeigte in Halbzeit eins noch eine sehr solide Partie. Im zweiten Durchgang häuften sich dann allerdings einige Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Die teils überhasteten Pässe fanden seltener ihr Ziel, sodass der rechte Verteidiger im Spiel nach vorne keinerlei Akzente setzen konnte. An den Gegentoren war er schuldlos.
Onal, S. : 3,5
Selbiges gilt für Slo Onal, der wie gewohnt im Mittelfeld sehr bissig agierte. Doch ließen bei ihm im Verlauf der zweiten Halbzeit Kondition sowie Konzentration stark nach, wodurch die Bildung-Spieler immer öfter unbedrängt durch das Mittelfeld marschieren konnten.
Brüge, S. : 3
Er musste sich bereits Mitte der ersten Hälfte aufgrund einer Knieverletzung verabschieden und wird auch gegen Bosporus nicht wieder fit sein. Bis zu diesem Zeitpunkt lieferte er, wie fast alle PSGer, eine konzentrierte, grundsolide Leistung ab. Unglücklich, wie er zusammen mit Niklas Wagner das 2:0 vorbereitete. Sein Ausfall verhinderte in der Folge auch das gewohnte Durchwechseln im defensiven Mittelfeld, was wohl ausschlaggebend für die Leistungsabfall der Mannschaft in Hälfte zwei war.
Lehnert, R. : 4
Im Grunde hat er im Vergleich zum Woltorf-Spiel nicht großartig anders gespielt. Die feinen Unterschiede waren: In der ersten Halbzeit ließ er seinem Gegenspieler nicht selten, sondern ständig freie Bahn. Defensivverhalten: Schlicht ungenügend. Er steigerte sich dann zum Glück in der zweiten Hälfte und konnte zumindest das 3:3 vorbereiten.
Diessner, J. : 3,5
Der Flügelflitzer der PSG schien sich viel vorgenommen zu haben für das Spiel. In der ersten Hälfte lief es allerdings überhaupt nicht. Er verlor unglaublich viele Bälle, Zweikämpfe, Laufduelle und Gegner aus den Augen. Denn auch er ließ vor dem Seitenwechsel die rechte Seite ein paar Mal offen. Wie Rene Lehnert konnte sich auch Jerome Diessner in Halbzeit zwei steigern und auch sein Selbstvertrauen hatte nicht gelitten. Er zeigte großen Einsatz und präsentierte sich bis zum Abpfiff siegessicher und konzentriert. Geniale Momente blieben ihm dennoch versagt, was hauptsächlich an mangelnder offensiver Unterstützung der Mitspieler lag.
Toprakli, N. : 2
Der Kapitän trat wieder auf, wie wir es von ihm kennen. Kopfball- und zweikampfstark gewann er hinten schon die Bälle, der er vorne verteilte. Er war der Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld und zeigte bis zum vorzeitigen Ende wegen Krämpfen viel Einsatz. Er hatte zudem Glück, dass er wegen eines unnötigen Handspiels nach zuvor begangenem taktischem Foul nicht gelb-rot sah. Den Elfmeter drosch er wie üblich sicher in die Maschen.
Schuster, P. : 4,5
Der Torjäger der letzten Spiele blieb heute sehr blass. Sein Hackentrick in der Nachspielzeit war neben einem Fernschuss in Halbzeit eins die einzige Situation, in der er für Torgefahr sorgen konnte. In den Zweikämpfen leicht übermotiviert, wie sein rüdes Foul in Hälfte eins zeigt.
Omar, A. : 1,5
Der Dribbler zeigte ein nahezu identisches Spiel wie gegen Woltorf. Er war immer anspielbar, lief jedem langen Ball nach und gewann sogar Bälle gegen Verteidiger. Er hätte mit seinen zwei großartig vollendeten Toren zum Matchwinner werden können, es blieb ihm aber leider versagt.
Wagner, N. : 4
Er hatte vor Spielbeginn sicher nicht auf soviel Einsatzzeit gehofft. Er zeigte im Verlauf des Spiels immer häufiger Unsicherheiten. Allerdings bewies er auch tollen Einsatz mit seiner sauberen Grätsche im Strafraum und dem herausgeholten Elfmeter.
Großkopf, D. : 4
Er spielte ähnlich wie Pascal Schuster mit viel Kampf und Willen. Er blieb zwar im Gegensatz zu seinem Stürmerkollegen gänzlich glücklos, hatte aber auch weniger Einsatzzeit.